Ustrinkata

Von: Arno Camenisch

An einem Freitag Abend im Januar treffen sich die Alten im Dorf zum Austrinken. Die Tante schliesst die Beiz, es ist «Helvezia» am letzten. Den Umständen entsprechend ist das Wetter. Es schifft unaufhörlich wie aus Kübeln. Und drinnen am Stammtisch werden die letzten Biere gestemmt und Schnäpse gebodigt. Mit Ustrinkata vollendet Arno Camenisch seine Bündner Trilogie. Was in Sez Ner mit den luftigen Geschichten von der Alp begann und in Hinter dem Bahnhof (2010) seine witzige Fortsetzung gefunden hat, endet nun in der Stimmung eines Begräbnisses. Die Alten im Dorf erzählen sich nochmals die alten Geschichten. Ohne Beiz wird auch das Dorfleben sterben. (bm)

Ustrinkata
Es ist der letzte Abend in der Helvezia, der Alkohol fliesst in Strömen wie der junge Rhein, und wes des Herzen voll ist, des geht der Mund über: Jetzt heisst es Austrinken! Noch einmal sitzen sie um den runden Tisch, die Tante, die Silvia, der Otto und der Luis, der Giachen und all die andern, die noch leben oder schon lange tot sind. Arno Camenisch hört ihren tragischen und zugleich komischen Geschichten genau zu, mit seinem präzisen Sinn für den Klang und die Eigentümlichkeiten ihrer Sprache hält er diese von Tod und Vergessen, von Naturgewalten und menschlichen Abgründen, von Hochwassern und Liebeswirren, von Steinschlägen und Händeln bedrohte Welt lebendig. Auf unverkennbar eigenwillige Art beschliesst Arno Camenisch mit _Ustrinkata_ nach _Sez Ner_ und _Hinter dem Bahnhof_ seine äusserst erfolgreiche Bündner Trilogie. Es geht alles zu Ende, aber so lange einer noch erzählt, ist das letzte Glas nicht ausgetrunken! (Klappentext)

Mehr zu Ustrinkata