Uscirne fuori
Von: Fabio Andina
- ADV, Lugano, 2016
Nach einer zermürbenden Scheidung aufgrund derer er gezwungen war, die eheliche Wohnung zu verlassen, zieht der Erzähler in eine Hütte in den Bergen. Der Vater eines sechsjährigen Sohnes, für den die Mutter das Sorgerecht hat, kämpft darum, die Beziehung zu seinem Kind aufrecht zu halten. Seine berufliche und finanzielle Lage ist prekär, er steht unter Einfluss von Alkohol, Drogen und Psychopharmaka, seine Ex-Frau und ihr neuer Freund werfen ihm Stöcke in die Räder, wo sie können. So muss der Protagonist sich mit täglichen Problemen herumschlagen, mit Anwälten, die verschwinden, wenn man sie am meisten braucht, mit unzuverlässigen Arbeitgebern und Pfändungsschreiben. In einer «spontanen», gesprochenen Sprache bezieht Fabio Andinas Ich-Erzähler den Leser mit ein, macht ihn zum Vertrauten und lässt ihn am Ausschnitt eines modernen Lebens teilnehmen, mit all seinen Irrungen und Wirrungen. (alc, Übers. rg)