Un giorno della vita

Von: Giorgio Orelli, Übersetzung: Julia Dengg

Giorgio Orellis Erzählungen Un giorno della Vita erschienen bereits 1960, waren jedoch den Allermeisten unbekannt, bis der Limmatverlag sie wieder auflegte und ihnen die sorgfältige Übersetzung ins Deutsche von Julia Dengg zur Seite stellte. Damit sind die Erzählungen jetzt für die italienische Leserschaft wieder und für die deutsche neu zugänglich. Im Interview spricht die Übersetzerin über Giorgio Orelli und dieses für den Dichter untypische Buch, aber auch allgemein über Prosa und Übersetzung. Eine Gelegenheit, diese «Neuerscheinung» kennenzulernen. (mf, Übers. rg)

Un giorno della vita

zweisprachige Ausgabe mit einem Vorwort von Pietro De Marchi und einem Nachwort der Übersetzerin

Dass Giorgio Orelli auch Erzählungen geschrieben hat, wissen im deutschsprachigen Raum nur Eingeweihte, da er sich bis jetzt geweigert hat, sie für eine Neuauflage oder eine Übersetzung freizugeben. Sie liegen jetzt erstmals in deutscher Sprache vor, die zweisprachige Ausgabe macht zugleich das Original wieder zugänglich. Giorgio Orellis Prosa zeichnet vieles aus, was auch seine Poesie so bestechend macht. Kleine Szenen des Alltags leuchten in sinnlicher Sprache und gleichnishafter Tiefe, eine freundliche Ironie taucht sie in ein humanes Licht. Diese Erzählungen, die bis heute nichts von ihrer Frische verloren haben, spielen im dörflich-ländlichen Tessin und im Italien der Fünfzigerjahre. Meist sind junge Männer unterwegs, mit dem Auto, dem Fahrrad, zu Fuss. Sie sitzen am Fluss, gehen durch Quartiere, baden im See. Alte Frauen finden, sie sollten heiraten, und wissen manchmal bereits, wen. Sie aber fliehen mit ihrer Liebsten vor den Augen hinter den Fenstern. (Buchpräsentation)

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