Un ciel provisoire
Von: Prisca Agustoni
- Samizdat, Grand-Saconnex, 2015
Eine «neue Art» finden, die Welt zu «bewohnen», eine neue Weise, sich mit seinen Gespenstern und Mehrfachidentitäten einzurichten; dem Schrecken und der Angst vor dem Tod ein Schnippchen schlagen, um sich wieder ganz lebendig – und frei – zu fühlen: Dies sind einige Aspekte der Suche, auf die sich Prisca Agustoni in ihrem zweiten auf Französisch verfassten Band begibt. Dabei sind Aussparung, Wiederholungen und langsame Steigerung wichtige Stilmittel, mehr noch als das Aufrauhen der Sprache, angekündigt durch Ausdrücke wie «die Wörter aneinander reiben». Un ciel provisoire liest sich wie eine Versöhnungsgeschichte, die im Pflanzlichen wurzelt. (ng, Übers. rg)