Über den Winter

Von: Rolf Lappert

Der bald fünfzigjährige Fotograf und Konzeptkünstler Lennard Salm weilt in einem Resort am Mittelmeer, um Treibgut für Installationen zu sammeln. Auf einem seiner Streifzüge findet er einen toten Säugling, festgezurrt in einem angeschwemmten Boot. Salm sieht seine künstlerische Arbeit grundsätzlich infrage gestellt. Er fliegt nach Hamburg zurück, da seine ältere Schwester Helene gestorben ist. Das Wiedersehen mit der Familie knüpft neue Bande, weckt aber auch Erinnerungen an Verletzungen aus der Kindheit. Ist es möglich, begangenes Unrecht wieder gut zu machen? Was könnte anstelle der symbolbeladenen Kunst treten, die nichts auszurichten vermag? Rolf Lappert gibt in seinem Familien- und Künstlerroman keine Antworten, er besticht vielmehr mit einer subtilen Analyse und seiner meisterhaft klaren Sprache. (rg)

Über den Winter
Lennard Salm ist in allem halbwegs erfolgreich, aber doch fremd im eigenen Leben. Als seine ältere Schwester stirbt, kehrt er zurück nach Hamburg und in die Familie, der er immer entkommen wollte. Einen funkelnden Winter lang entdeckt er, dass niemand jemals alleine ist. Salm lernt seine Eltern und Geschwister neu kennen. _Über den Winter_ zieht unaufhaltsam hinein in das Denken und Fühlen eines Menschen in der Mitte seines Lebens. (Hanser Verlag)

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