Treibgutzeilen

Von: Werner Lutz

In seinem jüngsten Gedichtband, Treibgutzeilen (Waldgut: Frauenfeld, 2012), folgt Werner Lutz dem Lauf des Rheins, «meinem Gefährten seit vielen Jahren». Sein Strömen lädt ein zur Kontemplation. Der Fluss ist das Bewegte und das Bewegende, die dunkle Tiefe und die schillernde Oberfläche. So verklammert er Gegensätze, die der Dichter in seiner Poesie aufhebt. Im Spiegel des Flusses werden auch die Wolkenzüge sichtbar, die ihre Schatten über ihn werfen. «Trotzdem könnte es ein Pfirsichtag werden», redet sich der Dichter gut zu. Der Fluss lehrt Demut, und er lehrt Beharrlichkeit. Werner Lutz ist beidem auf der Spur. (bm)

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