Timidité des cimes
Von: Maxence Marchand
- La Veilleuse, Lausanne, 2023
Maxime Marchands dritter Roman Timidité des cimes folgt den Beobachtungen und Entdeckungen von Luisa, einer «Zeiteisenden», die keinerlei Erinnerung an ihre Vergangenheit bewahrt. Er spielt in einer dystopischen Gesellschaft, deren Funktionsweise unklar bleibt, sodass die Aufmerksamkeit der Leserschaft eher auf die Psychologie der Figuren und deren Gefühl der Entfremdung gelenkt wird. Das Thema Migration ist auf subtile Art spürbar, doch es geht vielmehr um die Darstellung der Einsamkeit in einer modernen Welt. Trotz der scheinbaren Nähe sind die einzelnen Menschen zunehmend isoliert, wie nebeneinanderstehende Bäume, deren Wipfel sich nie berühren. (vv trad. rg)