Terres déclives
Von: Thierry Raboud
- Empreintes, Renens, 2022
Ein Schlag ins Gesicht, ein Manifest und ein Aufruf zur Solidarität: Thierry Rabouds Langgedicht richtet sich in erster Linie an die »Kinder des Anthropozäns«. Seine Verzweiflung angesichts der von Zerstörung bedrohten Welt äußert der Dichter in Form einer Parabel, mit Aufstieg, Scheitelpunkt, Abfall eines Erkenntnisbogens. Doch die Angst lähmt ihn nicht: Sein Gesang möchte den Verfall dieser Welt, in der »alles schief ist« begleiten. Der Ton ist energisch und spielerisch, die Sprache zehrt von aus dem Leben gegriffenen Metaphern. So gibt er düsteren Gefühlen Ausdruck, aber auch der Hoffnung auf eine gemeinschaftlich bewohnbare Zukunft. (cj, Übers. rg)