Tempe a païa

Von: Clara Molloy

Tempe a païa, der zweite Lyrikband der Dichterin und Parfumeurin Clara Molloy, präsentiert mehrschichtige Gedichte, deren Universum sich allmählich entfaltet und Bedeutung annimmt. Da finden sich Ortsnamen, die weniger auf geografische Gebiete verweisen als literarische oder filmische Bezüge herstellen, Verrichtungen und Dinge des täglichen Lebens, metaphorische Bilder oder melancholische Fragen. In kurzer Form mit freien Versen erfasst das lyrische Ich kleinste Empfindungen, sammelt sich im Hier und Jetzt, wobei es auch aus seiner Vorstellungskraft schöpft. Dabei macht sich ein orientalischer Einfluss bemerkbar, zeigt sich aber auch eine feinsinnige und eigenwillige Art des Nachdenkens über existentielle Fragen. (Claudine Gaetzi in Viceversa 14, 2020. Übersetzung Ruth Gantert)

> Un jour > si délaissée > tu cesses de sourire > > tu as la beauté familière > des choses longuement aimées > > personne ne te ramasse > tu parles dans le noir. (Quatrième de couverture, Cheyne Éditeur)

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