Magda, eine alte Frau, taucht unter. Sie lässt ihr bisheriges Leben hinter sich und zieht unter falschem Namen in ein anonymes Hochhaus. Dort trifft sie im Fahrstuhl auf den sechzehnjährigen Béla, Anarchist und Loser aus Überzeugung. Magdas und Bélas Lebensläufe kollidieren, die Atome prallen aufeinander und ihre Bahnen schlagen eine neue Richtung ein. Ein starker Roman über die Verletzlichkeit und das Scheitern, über das Aufstehen und das Loslassen.
«Tagebuch eines Atoms erzählt Ausschnitte aus dem wahren Leben. In präzisem Satzbau und präziser Wortwahl treffen die Welten der alten Frau und des jungen Mannes aufeinander. Magda und Béla haben je ihre eigene Sprache, die weder künstlich noch überzeichnet ist. So sprechen wirkliche Menschen. Ein Buch darüber, wie sich die Figuren in den Wirrnissen des Lebens verlieren – und (zum Glück) ab und an wieder finden.»
Raphael Zehnder (Autor und Radiojournalist)
(
Knapp Verlag)