Tage wie Hunde
Von: Ruth Schweikert
- S. Fischer, Frankfurt am Main, 2019
Ruth Schweikert macht ihre eigene Brustkrebs-Krankheit zum Stoff für ihre Literatur. Allerdings erzählt sie nicht realistisch und psychologisch von ihrem Fall. Sie beobachtet und dokumentiert, wie wir alle, wie die Spezialisten und wie die gesellschaftlichen Institutionen mit dieser Krankheit und den Kranken umgehen, auch sprachlich. Sie zitiert Gedankensplitter bekannter und unbekannter Autorinnen und Autoren über Leben und Tod. Gelegentlich und ohne jede Egozentrik richtet sie ihren forschenden Blick auf sich selbst. Ein Krebs-Buch der anderen Art: unsentimental, reichhaltig, ergreifend. (Felix Schneider in Viceversa 14, 2020)