Tage wie Hunde

Von: Ruth Schweikert

Ruth Schweikert macht ihre eigene Brustkrebs-Krankheit zum Stoff für ihre Literatur. Allerdings erzählt sie nicht realistisch und psychologisch von ihrem Fall. Sie beobachtet und dokumentiert, wie wir alle, wie die Spezialisten und wie die gesellschaftlichen Institutionen mit dieser Krankheit und den Kranken umgehen, auch sprachlich. Sie zitiert Gedankensplitter bekannter und unbekannter Autorinnen und Autoren über Leben und Tod. Gelegentlich und ohne jede Egozentrik richtet sie ihren forschenden Blick auf sich selbst. Ein Krebs-Buch der anderen Art: unsentimental, reichhaltig, ergreifend. (Felix Schneider in Viceversa 14, 2020)

«Und worauf warte ich jetzt?» – Ruth Schweikert erzählt in ihrem neuen, sehr persönlichen Buch von der eigenen Brustkrebserkrankung Am 9. Februar 2016, einem Dienstag, erhält Ruth Schweikert die Diagnose, dass sie an einer besonders aggressiven Form von Brustkrebs erkrankt ist. Aus Ahnung und Angst wird Wirklichkeit. Was aber ist das für eine Wirklichkeit? In welchen Käfig aus Vorstellungen und Gedanken, aus Technik und Terminen gerät jemand, der Krebs hat? Was passiert mit dem eigenen Körper? Was glaube ich zu wissen über Krebs? Und worauf warte ich eigentlich, wenn ich wieder einmal warte: nachts schlaflos im Bett oder in einem der vielen Wartezimmer, vor dem nächsten «Befund»? Nichts ist gewiss in Ruth Schweikerts neuem Buch, das radikal genau von der Wirklichkeit der eigenen Krankheit zu erzählen versucht. Es geht dabei um schlaflose Nächte, um Spritzen und Katheter. Es geht aber auch um das eigene Schreiben und Lesen und die wunderbare Möglichkeit der SMS. *Tage wie Hunde* ist ein hellwaches, schonungsloses Buch über Einsamkeit und Scham, Krankheit und Tod. Und zugleich ein heiteres, ermutigendes Buch über Freundschaft und Liebe und die befreiende Kraft der Literatur. (Buchpräsentation S. Fischer Verlag)

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