suisseminiature

Von: X Schneeberger

Wer erinnert sich noch an die Geheimarmee P26 oder an den Atomunfall von Lucens? Der Autor X Schneeberger hilft dem kollektiven Gedächtnis in seinem Roman suisseminiature nach. Drei queere Figuren flüchten mit ihrem Lovemobile vor schwarzen Robocops ins Alpen-Réduit. Hier im Untergrund rufen sie sich all das Verdrängte und Vergessene in Erinnerung, das die Geschichte der Schweiz ebenso wie ihre eigenen Erfahrungen prägt: Racial profiling oder Schwulenhatz. Daraus entsteht ein ebenso vitales wie verschlungenes Porträt der Schweiz aus der Perspektive von unten. (bm)

Paralleluniversen – oder parallele Realitäten: In einem Roadmovie wird der Untergrund einer dystopischen Schweiz naher Zukunft durchmessen  – bis ins finstere Herz geschwärzter Vergangenheit. Als Zürich »Stricher-Mekka« hiess, die Streetparade eine Utopie versprach und die Schweiz als letzte Komplizin des Apartheidregimes geschäftete. »Drei alte Freundinnen und Freunde, alle mit fliessender Identität, machen einen Ausflug zur Suisseminiature. Man kann an Friedrich Dürrenmatts Erzählung ›Der Tunnel‹ denken oder an Federico Fellinis Film ›Otto e mezzo‹: Kaum angekommen, sind sie mitten in einem Traum oder Albtraum, in dem Orte, Zeiten und Gefühle durcheinanderwirbeln … Eigenwillig und gekonnt spielt X Schneeberger mit Genres, Stilen und Stimmen, erzählt von Ausgrenzung und Gewalt, von Selbstermächtigung und Widerstand gegen gesellschaftliche Vorurteile. Nicht zuletzt schafft X den Spagat zwischen Emotion und Komik, und wohin immer es Xs Figuren auch zieht: Anarchie führt das Zepter.« (Franziska Hirsbrunner) »Der Réduit-Roman, den die Schweiz zwar nicht verdient, aber dringendst nötig hat.« (Jessica Helvetia, Autorin und It-Girl) (Verlag Die Brotsuppe)

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