Skoda

Von: Olivier Sillig

In seinem siebten Roman führt uns der Lausanner Autor Olivier Sillig in eine Kriegsatmosphäre. Seine Kurzgeschichte spielt in einem nicht genannten Land, das mit Ex-Jugoslawien identifiziert werden könnte. Der Protagonist ist ein junger Soldat, der einem Angriff entkommen ist und ein Baby aufnimmt, das ebenfalls einen Luftangriff überlebt hat. In einer Atmosphäre der Bedrohung (der Krieg), der aufblühenden Zärtlichkeit des Helden gegenüber dem Kind und des mit Gewalt vermischten Begehrens (Vergewaltigungen) scheint die Erzählung gegen die Absurdität des Todes durch Waffen mit unerschütterlicher Hoffnung anzukämpfen. In Skoda wirkt der Ton allerdings niemals ernüchtert, auch dort nicht, wo das Grauen neben der Zärtlichkeit steht, während der Rhythmus der einer nüchternen und klar skandierten Sprache ist. (ev, Übers. ja)

Un jeune homme reprend conscience. Autour de lui gisent ses camarades d’infortune. L’histoire se passe de nos jours, dans un pays qui n’est pas nommé. À quelques mètres, une voiture, une Skoda – elle aussi victime du raid aérien. À l’intérieur, un bébé respire encore. Après quelques hésitations, l’homme prend l’enfant dans ses bras et part sur la route. Notre monde et sa violence. Mais aussi, le lien qui se crée entre un jeune homme et un enfant. La beauté de la vie contre l’absurdité de la mort. (Présentation du roman, Buchet/Chastel