SAM
Von: Edmond Vullioud
- bsn press, Lausanne, 2019
Edmond Vulliouds erster Roman ist Bildungsroman, Familienchronik und Porträt des bäuerlichen Lebens in einem. In der zweiten Person wendet er sich direkt an seinen Protagonisten, dessen Leben in den ersten fünfzehn Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts erzählt wird. Dabei geht es auch um Fragen der Kommunikation – die Hauptperson ist praktisch stumm –, um die Kunst und die göttliche Gerechtigkeit. Zwischen Samuel Abel und SAM, dem Kürzel, mit dem der ehemalige «Dorftrottel» als Erwachsener seine Werke signiert, liegt eine schweigsame Kindheit und ein künstlerisches Erwachen, das eng mit dem Privatleben und seinen prägenden Ereignissen verbunden ist: plötzliche Todesfälle, verbotene, wenn nicht gar missbräuchliche Liebesszenen und die Entdeckung der Sinnlichkeit. (Ami Lou Parsons in Viceversa 14, 2020. Übersetzung Ruth Gantert)