Rheinaufwärts

Von: Franz Hohler

Vom Mai 2020 bis zum September 2022 sind die Notizen datiert, in denen der gerade mal 80-jährige Franz Hohler seine Wanderung von Schaffhausen zur Rheinquelle in angenehm lesbarer, stets präziser und geschliffener Prosa festhält. Das Gehen, das Schauen, das Staunen – und das, was ihm dabei durch den Kopf ging. Der Wanderer bleibt immer in Kontakt mit dem Weltgeschehen, und seine Erinnerungen an frühere Zeiten begleiten ihn überall. Auch wenn die Schattenseiten des Lebens keineswegs ausgeblendet werden: Rheinaufwärts ist, alles in allem, ein Heiterkeit, Zuversicht und Gottvertrauen ausstrahlendes Werk. (kh)

Vom Rheinfall in Schaffhausen bis zur Quelle am Tomasee: Einem spontanen Impuls folgend wandert Franz Hohler den Rhein entlang und hält fest, was ihm begegnet: Campingplätze und Mückenschwärme, Autobahnbrücken und Vogelrufe, Historisches und Biographisches, Erinnertes wie allzu Gegenwärtiges, Tragisches wie Komisches – und in Liechtenstein eine Abwasserreinigungsanlage. Mal ist der Rhein mächtiger Strom, ungestüme Natur, die dramatisch in die Tiefe stürzt, mal gemächliches Rheinlein oder schrecklich verbaut und gezähmt, fast nicht zu finden. Aber immer ist er in Franz Hohlers gelassen-pointierter Prosa auch Sinnbild für das Leben und das wechselhafte Miteinander von Mensch und Natur. (Luchterhand Literaturverlag)

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