Reise an den Rand des Universums
Von: Urs Widmer
- Diogenes, Zürich, 2013
Urs Widmer weiss um die Tücken des autobiographischen Schreibens. Trotzdem nennt er seine Reise an den Rand des Universums im Untertitel eine Autobiographie. Sie schliesst sich an die Romane Der Geliebte der Mutter und Das Buch des Vaters an. Mit 30 Jahren veröffentlichte Widmer sein literarisches Debüt, das die Zäsur bildet: Bis hierhin reicht die Erzählung. Der Autor erinnert Anekdoten aus seinem Leben als wildes und zugleich ängstliches Kind, das sich um die bedrohte Harmonie in der Familie sorgte. Widmer erzählt lebendig und anrührend, doch geht ihm hier etwas die stilistische Eleganz ab. Die Reise ist nicht sein bestes Buch, aber es füllt eine wichtige Lücke in seinem Werk. (bm)