Raben

Von: Adrian Naef

Alles und jedes kann wie durch einen Nürnberger Trichter in ein Gedicht finden, wenn Adrian Naef ihn in Händen hält. Seine schwindelerregenden Verse passen in keine Schablone. Sie verweigern sich dem poetischen Korsett und demonstrieren stattdessen eine Weite des Dichtens, in der sich Menschen, Dinge und Metaphern aller Art im sprachlichen Erregungszustand begegnen. Die Weite gilt auch fürs Formale. Adrian Naef dichtet unerschrocken mal lakonisch knapp, mal lustvoll ausschweifend. Zum Schluss wartet ohnehin der Tod, darum soll nochmals auf den Tischen getanzt werden. (bm)

Raben
_Raben_ ist – nach _An der Scheibe mit dem Fisch_ (2011) und _Mohn_ (2013) – der dritte Gedichtband von Adrian Naef bei weissbooks.w. Wieder streift der Lyriker in die Natur, in die Welt und in die Geschichte hinaus. Dabei begegnet er Zeitgenossen wie Niklaus Meienberg (»Rasiert wird nach dem Sieg«), konfrontiert uns mit Rätseln, blickt auf Tomaten (die »Schwester der Kartoffel«) und Äpfel, besingt seinen Lieblingsvogel, die Möwe, den »Egoisten des Himmels«, und lockt uns, mit ihm zu reisen – mit »sechzehn Einwänden gegen den Rollkoffer«. Mit seinen beiden ersten Gedichtbänden hat Adrian Naef gezeigt, dass er »noch immer der beste lebende Poet der Schweiz« ist, so Daniel Arnet in der Sonntagszeitung. Und fügte hinzu: »Ich freue mich auf seinen nächsten Höhenflug«. Dem Manne kann geholfen werden. (Buchpräsentation weissbooks.w)

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