Raben
Von: Adrian Naef
- Weissbooks, Frankfurt a.M., 2014
Alles und jedes kann wie durch einen Nürnberger Trichter in ein Gedicht finden, wenn Adrian Naef ihn in Händen hält. Seine schwindelerregenden Verse passen in keine Schablone. Sie verweigern sich dem poetischen Korsett und demonstrieren stattdessen eine Weite des Dichtens, in der sich Menschen, Dinge und Metaphern aller Art im sprachlichen Erregungszustand begegnen. Die Weite gilt auch fürs Formale. Adrian Naef dichtet unerschrocken mal lakonisch knapp, mal lustvoll ausschweifend. Zum Schluss wartet ohnehin der Tod, darum soll nochmals auf den Tischen getanzt werden. (bm)