Postskriptum
Von: Alain Claude Sulzer
- Galiani, Berlin, 2015
In Postskriptum inszeniert Alain Claude Sulzer eine brisante Dreiecksgeschichte, die 1933 im renommierten Hotel Waldhaus in den Bündner Bergen beginnt. Hier erfährt der Filmstar Lionel Kupfer, dass seine Karriere in Deutschland zu Ende ist. Aufgrund der neuen Machthaber wird er als Jude in Deutschland keine Angebote mehr erhalten und sieht sich deswegen gezwungen, nach New York zu emigrieren. In Amerika kehrt Kupfer langsam auf die Bühne und die Leinwand zurück und schreibt schließlich, rund drei Jahrzehnte später, seiner alten Liebe aus Sils Maria jenes «Postskriptum». Ein lesenswerter Roman über die Künste, über Bestechlichkeit und Integrität – eindrücklich vor allem da, wo er das Schicksal der «kleinen Leute» beschreibt.