Polifon Pervers

Von: Béla Rothenbühler

Béla Rothenbühler erzählt in Polifon Pervers, seinem zweiten Roman in Luzerner Dialekt, ein Theatermärchen. Zwei junge Frauen bauen ein Unternehmen auf, das die Kultur in der Kleinstadt verändert. Sie begreifen das Theater als Unterhaltung und zugleich als soziales Projekt. Der Erfolg ist enorm, doch die Pandemie bringt alles in Gefahr. Polifon Pervers ist eine muntere Erzählung aus der Welt des Theaters, die Höhen und Tiefen mit Witz beleuchtet. Die Dialektsprache erzeugt dabei ihre eigene Dynamik, indem sie das grossartige Projekt wie von selbst in der Vertrautheit der Provinz verankert. (bm)

In einer beschaulichen Kleinstadt in der Schweiz passiert Erstaunliches: Kaum gegründet, mischen Sabine und Chantal mit ihrem Verein «Polifon Pervers» und einer neuen Vision von «Onderhaltig» die Kulturszene auf. Risikofreudig und clever agierend, steigen sie als Theater-Produzentinnen zu nationalen Grössen auf und scharen eine illustre Runde um sich: vom eitlen Regisseur Lüssiän über den versoffenen Ghostwriter Iiv, den Lebemenschen und DJ Milan und die opportunistische Schauspiel-Grösse Schontal bis zu Jule und seinen Hanf-Bauern, die unversehens als Performance-Künstler brillieren. Dem Erfolg ordnet der Verein für Unterhaltung im Laufe der Geschichte alles unter, und so folgen auf erste Unsauberkeiten schon bald alle möglichen Formen des Betrugs. Béla Rothenbühler führt in seinem zweiten Roman die Tradition des Schelmenromans fort – für einmal mit Hochstaplerinnen und auf Luzernerdeutsch. Sein ironisch-satirisches Gedankenspiel über Kultur, Unterhaltung und Geld ist selbst grosse Unterhaltungs-Kunst. (Der gesunde Menschenversand)

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