Palast der Stille

Von: Hansjörg Schertenleib

Palast der Stille nennt Hansjörg Schertenleib ein Cottage auf Spruce Head Island im US-Bundesstaat Maine, in dem er seit 2017 schneereiche Wintermonate verbringt. Und so betitelt er auch sein jüngstes Buch, sein bisher persönlichstes, eine wunderbar unkonventionelle, keiner Gattung zuzuordnende Mischung aus Alltagsbeobachtungen, Erinnerungen an die Vergangenheit, kurzen Erzählungen, Porträts und persönlichen Reflexionen. Neben dem Bericht über den Werdegang eines eigenwilligen Autors machen seine Porträts von Menschen und Tieren und seine Naturbeschreibungen dieses Buch zu einem eindringlichen Leseerlebnis. (dr)

Ein kleines Cottage auf einer Insel vor der Ostküste Amerikas, mitten im Winter, in der Stille. Ein Mann schaufelt Schnee, redet mit seiner Katze, beobachtet Vögel, genießt die Langeweile und zieht Bilanz über sein bisheriges Leben und Schaffen. Später macht er sich auf den Weg durch den tief verschneiten Wald zu der Kiefer, in deren Krone er einen Ausguck hat: die Welt zu schauen, die Natur, sich selbst. «Mit wem reden wir, wenn wir allein sind? Mit uns selbst, wenn wir es können.» Hansjörg Schertenleib erzählt von den Segnungen der Stille, selbst gewählter Einsamkeit und von der Liebe, der Liebe zu den Tieren, zur Natur – und zu den Büchern. Eindringlich, wahrhaftig und schwebend leicht. (Buchpräsentation Kampa Verlag)

Mehr zu Palast der Stille