Notre-Dame des égarées
Von: Alexandre Voisard
- Zoé, Carouge-Genève, 2017
Ein kleines Mädchen stirbt eines plötzlichen, grausamen Todes. Von Trauer überwältigt versinkt die Mutter im Wahnsinn und verschwindet. Ihr Mann begibt sich auf die Suche nach ihr, aber unterwegs kommt er sich schliesslich selber abhanden. In seinem neuen Roman stellt Alexander Voisard die allgemein menschliche und zutiefst tragische Frage: Wie kann man nach dem Tod der geliebten Wesen, hier «Verlorene» genannt, weiterleben? Welchen Sinn kann man dem Dasein geben, wenn plötzlich alles schweigt? Die Fluss-Metapher, welche die Erzählung durchströmt, lässt dem Musiker Karel, ihrem fragenden und suchenden Helden, freien Lauf auf seinem Weg, der dem Fluss folgt. So entsteht eine eigenwillige, poetische und philosophische Geschichte, in der es um die grossen Themen des Lebens und des künstlerischen Schaffens geht. (cb, trad. rg)