Nos possibilités d'impasses sont innombrables
Von: Sylvain Thévoz
- Samizdat, Genève, 2011
In dieser neusten Gedichtsammlung lässt Sylvain Thévoz die fröhliche, fast naive Zuversicht seiner drei vorhergehenden Publikationen hinter sich. Zwischen Verunsicherung und Vertrauen wagt er es, widersprüchliche Kräfte von Bruch und Begegnung miteinander zu verbinden, in der Absicht, sie auf diese Weise zu unterscheiden und das Dunkle vom Hellen, die Bewegung von der Flucht abzugrenzen. Diese wandelbaren und vereinnehmenden Kräfte können ihre Richtungen wechseln und selbst den Wachsamsten in die Irre führen. Dies geschieht fast immer. Was soll man also tun? Das "Ich " und das "Du " dem nackten Leben aussetzen, die Sprache weiterhin auf die Probe stellen, sprechen, Fragen stellen, Antworten ausprobieren. Das Gedicht vermag in dieser Unordnung einen prekären Schutz zu bieten, indem das "Ich" dem "Du" vorangeht: "Si tu peux lire ce que j’écris/tu peux entendre ce que je tais".
(fd, Übersetzung von ja)