Noch ein Leben für John Potocki
Von: Felix Philipp Ingold
- Matthes & Seitz, Berlin, 2013
«Alles Lug und Trug. Alles klar. Alles wahr.» Felix Philipp Ingolds «Noch ein Leben für John Potocki» erzählt die Biographie einer schillernden abenteuerlichen Figur als Computer-Game. In einer virtuellen Umgebung werden Etappen aus dem Leben von Jan Nepomuk Potocki (1761-1815) in neuem Licht plastisch entfaltet. Die derart heraufbeschworene historische Epoche bleibt jedoch ein künstliches Gebilde, denn das Wissen ist gänzlich abhängig von unserer (modernen) Optik. Ingolds Versuch im digitalen Setting ist reizvoll angelegt, leidet aber darunter, dass der virtuelle Kunstgriff narrativ wie technisch nicht restlos konsistent ist. (bm)