Niedergang

Von: Roman Graf

In seinem zweiten Roman Niedergang beschreibt der Autor einen Aufstieg: Es gilt, einen Berg zu bezwingen. André, ein in Berlin lebender Zürcher, will seiner Mecklenburger Freundin Louise ein unvergessliches Erlebnis in der Schweiz bescheren. Die Tour verläuft jedoch anders als geplant und stellt die Beziehung auf eine harte Probe. Die konsequent aus der Sicht Andrés erzählte Geschichte lässt die Schwächen des «Helden» klar zutage treten. Stereotypen des Managerjargons, der Unterschiede zwischen den Geschlechtern oder den Ländern wirken etwas ermüdend, doch die Abfolge der kurzen Kapitel mit ihren poetisch-sachlichen Naturbeschreibungen entwickelt einen faszinierenden Sog. Niedergang ist nominiert für den Schweizer Buchpreis 2013. (rg)

Niedergang
_«Vielleicht fürchtete er sich nicht vor dem Berg, sondern vor sich selbst?»_ Ein junges Paar bricht zu einer Tour in die Schweizer Berge auf. André und Louise wollen hoch hinauf, doch je näher sie dem Gipfel kommen, desto mehr entfernen sie sich voneinander. Als Louise aufgibt, ist das für André kein Grund, es ihr gleichzutun. Denn er will, ja er muss zu Ende bringen, was einmal angefangen ist. (Buchcover Knaus Verlag)

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