Nee die Ideen
Von: Felix Philipp Ingold
- Matthes & Seitz, Berlin, 2014
Im Werk von Felix Philipp Ingold lebt die klassische Moderne weiter. Das bezeugen seine jüngsten Bücher, zum einen der Gedichtband Nee die Ideen, zum andern die Tagesberichte in Leben & Werk. Sie könnten nicht gegensätzlicher sein. Verdichtet Ingold dort die Sprache auf Verse, die vereinzelt auf weissen Seiten stehen, packt er hier seine Aufzeichnungen, Träume und Versuche in dichte, absatzlose Blöcke. Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten. Ingold ist in Poesie und Urteil ein überzeugter Geistesverwandter der Ästhetiken und Avantgarden von Mallarmé bis Oulipo. Seine Poesie ist vielschichtig und spielerisch, seine Urteile fallen strikt und entschieden aus. (bm)