Muskeln aus Plastik

Von: Selma Kay Matter

Selma Kay Matters Muskeln aus Plastik ist ein wilder Ritt durch Schmerz, Identität und Begehren. Nach einer COVID-19-Infektion ringt Kay mit Myalgischer Enzephalomelytis/Chronischem Fatigue-Syndrom, und immer wieder mit deren Identität und deren Kontrolle über den eigenen Körper. Schmerz ist im Buch allgegenwärtig, manchmal Feind, manchmal Halt oder gar Erlösung – und wird mal in poetischen, mal in narrativen oder essayistischen Kapiteln untersucht. Daraus entsteht ein Text, der zwischen Reflexion und Erinnerungen hin- und herspringt, der ins Mark trifft und zuweilen weh tut – und genau darin seine Stärke findet. (jr)

Kay ist schwer verknallt – und schwer erkrankt. Auf den Crush folgt jedes Mal ein Crash, auf starkes Herzklopfen Migräne, auf Knutschen Gliederschmerzen. Während Kay versucht, den Folgen von Long Covid zu entkommen, bringen nur die Sehnsucht nach Aron und der Wunsch nach einem starken, androgynen Körper Linderung. *Muskeln aus Plastik* beschäftigt sich mit chronischer Erkrankung und Transness – und der Art und Weise, wie unsere Gesellschaft über «gesunde» Körper nachdenkt und spricht. Gibt es überhaupt eine Sprache für Schmerz? Jenseits aller formalen und intellektuellen Traditionen untersucht Selma Kay Matter die dünne Linie zwischen Lust und Schmerz und erdenkt dabei neue Formen von Care, Intimität und queerem Widerstand – ein beeindruckendes, intuitives und bewegendes Debüt. (Hanser Berlin)

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