Mit einem Fuss draussen

Von: Anaïs Meier

Gerhard, Lebenskünstler, Ü50 und selbsternannter Kommissär, findet einen Fuss im Stadtpark. Sofort nimmt er die Ermittlungen auf, in denen auch betrunkene Angler, vergiftete Tiere und die Parkwächterin Blüehler eine Rolle spielen. Der unangepasste Einsiedler macht sich auf ins Abenteuer, strauchelt zwischendurch, reüssiert schliesslich doch — und findet sogar noch die Liebe. Mit einem Fuss draussen ist das humorvolle Porträt eines Aussenseiters, der sich mit viel List und Eigensinn durch die Welt schlängelt — eine willkommene Realitätsflucht und ein Protagonist, mit dem man sich trotz seiner Eigenheiten ganz gern identifiziert. (ts)

In einer mittelgroßen Schweizer Stadt lauert einer im Schilf. Es ist Gerhard, selbsternannter Kommissär, schrulliger Protagonist und eigenwilliger Erzähler in Anaïs Meiers Debütroman. Im See des Parks, in dem er jeden Morgen und jeden Abend seinen «Flamingo» macht, um Kontakt zum Universum herzustellen, sieht er einen Fuss. Gerhard, der einsiedlerisch am Rande der Gesellschaft lebt, will den Frieden im Park wieder herstellen und macht sich auf, um diesen Kriminalfall zu lösen. Dabei kommt es zu Kontakten mit der Außenwelt: Er trifft auf biertrinkende Angelfischer mit ihrem Vereinspräsidenten Krückenpatrick, eine dauerbekiffte Jugendgang, nachtwandernde Hundehalterinnen, einen schmierigen Lokalreporter und die Parkwächterin Blüehler, die gar nicht so schlimm ist wie anfangs gedacht. Sie alle haben wie Gerhard weder Geld noch Perspektiven, aber sie haben den Park: Und der bedeutet ihnen die Welt. (Voland & Quist)

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