Merluz Vogn
Von: Giorgio Genetelli
- Capelli, Mendrisio, 2020
In den siebziger Jahren wird in einem kleinen Tessiner Dorf, in dem die Zeit stehenzubleiben scheint und das alle Eigenschaften des Wilden Westens aufweist, ein kleiner Junge für den Sommer den Grosseltern anvertraut. Obwohl es sich von den Eltern verlassen und vergessen fühlt, durchlebt das Kind intensive, funkelnde Monate der Freiheit und der Entdeckung der Welt. Dies alles wird episodenweise erzählt, in einem Sprachengemisch zwischen Italienisch und Dialekt. Wichtiger als die Kindheitsgeschichte in einem Tessin der Vergangenheit ist der Aspekt des Schelmenromans, in dem sich Melancholie und Unbeschwertheit der Figuren das Gleichgewicht halten. (mf Übers. rg)