Was tut ein Hund, wenn er keinen Hunger hat? – Solche Fragen stellt sich Peter Meander. Denn der «Mann ohne Pflichten» hat Zeit. Meander, Mitte fünfzig, hat seine Stelle als Kurator an den Nagel gehängt und will herausfinden, was den Menschen ausmacht. Seiner eigenen Unzulänglichkeiten wenigstens zeitweise bewusst, versucht einer das einzuholen, was nicht einzuholen ist: das Leben. Dem tiefen Ernst steht ein Protagonist gegenüber, der wahlweise Luftgitarre spielt oder aus Versehen einem Kaktus das Genick bricht. Und da wären noch der kleine Robert, der einmal die Woche zum Mittagessen kommt, seine Stieftochter Anja, der verstorbene Onkel Felix, der nach wie vor zu ihm spricht, und Nachbar Kellermann, dessen Verschwinden Peter keine Ruhe lässt – und nicht zu vergessen die Galeristin Carmen. Dagegen einen Rest Selbstbestimmung zu behaupten, weiß Meander, das ist die große Kunst.
(Buchpräsentation
Klöpfer & Meyer)