Lügen von gestern und heute

Von: Ursula Fricker

In einer nicht genannten deutschen Grossstadt kreuzt sich das Schicksal einer Studentin, die sich für ein Flüchtlingscamp engagiert und sich zusehends radikalisiert, mit dem von Innensenator Joachim Otten, der sich zur Räumung eben dieses Camps entschliesst und zum Feindbild der linksextremen Aktivisten wird. Die hochaktuelle Flüchtlingsthematik wird ergänzt durch eine junge Immigrantin aus Osteuropa, die in einem Bordell arbeitet und als Musikerin Anerkennung findet. Geschickt wechselt Ursula Fricker zwischen diesen «Figuren in einem Spiel» und zeigt eine Gesellschaft, die in den «Lügen von gestern und heute» verstrickt ist. (jh)

Lügen von gestern und heute
Beba träumt von einer Karriere als Pianistin, arbeitet aber als Prostituierte. Nach dem Krieg in ihrer Heimat ist sie der Armut entflohen. Sie spart auf ein Klavier, fängt an, in einem Jazzclub aufzutreten. Auch Isa, eine Studentin, träumt. Sie will die Welt verbessern und gerät in den Kreis linker Aktivisten. Zunehmend militanter unterstützen sie und ihre Genossen die Flüchtlingsbewegung. Innensenator Ottens Utopien sind längst dem politischen Alltag gewichen. Unter Zugzwang lässt er ein illegales Flüchtlingscamp räumen, nicht ahnend, was ihn diese Entscheidung kosten wird. Ein Roman über die Sehnsucht nach dem Guten und Richtigen, über drei Menschen, die sich selbst behaupten müssen und staunend erkennen, wer sie eigentlich sind. (Buchpräsentation dtv)

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