Louis Soutter, probablement
Von: Michel Layaz
- Zoé, Carouge-Genève, 2016
Der elfte Roman von Michel Layaz, Louis Soutter, probablement, erzählt von der Existenz eines «verfluchten» Künstlers, Louis Soutter (1871-1942), Maler und Geiger, die lange Zeit im Schatten lag. Von den jungen Jahren in Morges bis zum traurigen Ende in der jurassischen Irrenanstalt in Ballaigues, über eine flüchtige Ruhmesepoche als Direktor der Kunstschule von Colorado Springs, zeichnet der Roman die wesentlichen Etappen eines Lebens nach, ebenso wie die kleinen Momente, aus denen die Schaffenskraft des «verrückten Pornographen», wie er genannt wurde, hervorbrach. Auch wenn Soutter immer am Rand der Gesellschaft lebte, zeugt sein Werk von den Erschütterungen und dem mörderischen Irrsinn seiner Zeit. Layaz’ präzise Sprache wird den Rätseln dieses Menschen ebenso gerecht wie der nervösen Bewegtheit seines Werks. (rb, Übers. rg)