L'Œil de l'espadon
Von: Arthur Brügger
- Zoé, Carouge-Genève, 2015
Nach dem seiner Grossmutter gewidmeten Text Ciao Letizia (Encre Fraîche, 2012) veröffentlicht der 24-jährige Arthur Brügger seinen ersten Roman, L’Œil de l’espadon [Das Schwertfischauge]. Es ist eine Anklage gegen die Grossverteiler, Hochburg der Verschwendung und der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Die Kritik besticht mit ihrem scheinbar leichten, unschuldigen Ton. Charlie, ein junger Naivling, arbeitet in der Fischabteilung eines Warenhauses, und befreundet sich mit Émile, dem Neuen, der für den Abfall zuständig ist, und der eine Fotorportage über die Nahrungsverschwendung plant. Die Lehrer-Schüler-Beziehung zwischen den beiden ist nicht sehr glaubwürdig, doch überzeugen die fesselnde Sicht auf ein vertautes Umfeld und das Sozialdrama, das einen schaudern lässt. Meisterhaft verknüpft der Roman Charlies unausweichliche Verknechtung und das Erwachen seines Bewusstseins. (mb, Übers. rg)