Lied der Einsamkeit

Von: Gustave Roud, Übersetzung: Gabriela Zehnder

Seine zurückgezogene Existenz im ländlichen Haut Jorat hat Gustave Roud gleichermassen dem Einrücken ins bäuerliche Leben und seiner dichterischen Berufung gewidmet. Ein Glücksfall, dass seine hymnischen Anrufungen der Landschaft, der hergebrachten Feldarbeit und der bäuerlichen Gemeinschaft dank diesem schön gestalteten Buch nicht in Vergessenheit geraten. Der Band mit Rouds poetischen Prosastücken macht erstmals das zentrale Werk Air de la solitude in einer umfassenden und trefflichen deutschen Übersetzung von Gabriela Zehnder greifbar und druckt ausserdem einige von Rouds Fotografien ab. (fb)

mit einem Vorwort von Philippe Jaccottet

«Die ganze Tiefe der Zeit.» Philippe Jaccottet Das Leben und Werk von Gustave Roud (1897–1978) hat nichts Spektakuläres an sich: Er wohnte zeitlebens auf dem Hof der Familie in Carrouge (Kanton Waadt), wo er in einer poetisch dichten, musikalischen Prosa seine melancholischen Wanderungen im Wechsel der Jahreszeiten durch die Landschaft des Haut Jorat festhielt. Roud war ein wichtiger Vertreter einer Dichtung der Introspektion und tat sich ausserdem als Übersetzer deutscher Dichter (Novalis, Trakl, Hölderlin, Rilke) hervor, die ihn stark geprägt haben. Heute hat das Werk des von seinen Zeitgenossen verehrten Poeten über die Grenzen der Westschweiz hinaus breite Anerkennung gefunden. Anerkannt ist inzwischen auch sein fotografisches Werk, und Roud gilt als einer der wichtigsten europäischen Schriftsteller-Fotografen in den Jahren zwischen den Weltkriegen. (Buchpräsentation Limmat Verlag)

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