Lettre à mon dictateur
Von: Eugène
- Slatkine, Genève, 2022
Der mit sechs Jahren aus Rumänien in die Schweiz gekommene Eugène schreibt an Nicolae Ceausescu, um einer Beziehung nachzugehen, die ihn umtreibt: Welchen Einfluss hatte der Diktator auf sein Leben und was hat er Ceausescu zu verdanken? Die Eltern des Autors sind 1974 aus Rumänien geflohen und konnten ihre Kinder erst eineinhalb Jahre später zu sich holen. Persönliche Erinnerung und historische Ereignisse verflechten sich slapstickartig ineinander, der (selbst)ironische Ton überwiegt. Vielleicht braucht es diese Distanz für die Darstellung der Auswüchse eines harten Regimes, der Folgen der Entwurzelung und vor allem für die Auseinandersetzung mit einem schwierigen Geständnis der Mutter? (cg Übers. rg)