Les Temps ébréchés
Von: Thomas Sandoz
- Grasset & Fasquelle, Paris, 2013
Blanche, eine junge Frau in ihren Dreissigern, verliert ihr Hörvermögen. In acht Wochen wird sie gar nichts mehr hören, wie ihr der Arzt vorhersagt. Die drohende Katastrophe weckt die Hauptperson, schärft ihre Aufmerksamkeit: «Die Aussicht auf ihre zukünftige Welt lässt sie die Spannweite ihrer Unkenntnis ermessen». Sie macht sich auf die Suche nach dem Ungreifbaren, indem sie in ihrem Innern Töne, Geräusche und Melodien speichert, die sie in ihre «Wattenwelt» mitnehmen will. Der Neuenburger Thomas Sandoz, der für seinen vorherigen Roman Même en terre den Schiller-Preis erhielt, begleitet in Les Temps ébréchés den Werdegang seiner einsamen Figur – nüchtern und poetisch. (ej, Übers. rg)