Les Billes du Pachinko
Von: Elisa Shua Dusapin
- Zoé, Carouge-Genève, 2018
Mit dem schlackenlosen Stil, der schon ihren Romanerstling Hiver à Sokcho (2016) (Ein Winter in Sokcho, übersetzt von Andreas Jandl, Berlin, Blumenbar 2018) auszeichnete, verschränkt Elisa Shua Dusapin in Les Billes du Pachinko verschiedene Themen in einer raffinierten Romanhandlung. Eine wichtige Rolle kommt dabei dem Spiel zu, zentrale Themen sind aber auch die Beziehung zwischen den Generationen, Kommunikationsprobleme und Einsamkeit. Die dreissigjährige Claire befindet sich vorübergehend in Japan. Sie versucht, für ihre Grosseltern eine Reise nach Korea zu organisieren, dem Land, aus dem sie Jahre zuvor geflohen sind. Gleichzeitig wächst ihr die kleine Mieko, der sie Französischunterricht gibt, ans Herz. Wie lebt es sich zwischen den Sprachen, zwischen Herkunftsland und Wahlheimat? (cg, Übers. rg)