L'Enfant qui mesurait le monde
Von: Metin Arditi
- Grasset, Paris, 2016
Die von Metin Arditi auf der griechischen Insel Kalamaki angesiedelte Geschichte stellt eine gelehrte Verbindung von Mythologie, Philosophie und Mathematik dar. Dieses Gleichgewicht, das dem Werk eine fast so perfekte Proportion wie der goldene Schnitt verleiht, suchen alle Hauptfiguren des Buches, verstrickt in ihre eigene Einsamkeit. Das Gefühl der Einsamkeit betrifft ganz besonders Yannis. Der Junge leidet unter autistischen Störungen und versucht um jeden Preis die Weltordnung zu bewahren. Das im Zentrum der Erzählung stehende Kind weckt bei den Inselbewohnern wie auch bei den Lesern eine Ergriffenheit, dank derer sich schliesslich die Harmonie wiederfinden lässt. (sk, Übers. rg)