Leben ist ein unregelmäßiges Verb
Von: Rolf Lappert
- Hanser, München, 2020
Von 1968 bis 2018 verfolgt Rolf Lappert die episodenreichen Lebensläufe von vier Protagonisten, die sich als Zwölfjährige aus einer abseitigen Landkommune in die Gesellschaft ausserhalb versetzt sehen und als heutige «Kaspar Hausers im Scheinwerferlicht» der Massenmedien Gegenstand allgemeiner Neugier und Verständnislosigkeit werden. Mit ihnen begegnen wir Lesenden unserem gewohnten Leben mit einem ständigen Befremden, das der Roman durch eine fein dosierte Ironie im Erzählen und durch die leitmotivische Frage danach, wie Leben zu Literatur und Literatur zu Leben wird, über fast tausend Seiten hinweg wachhält. (dr)