Le Butor étoilé
Von: Jacques-Pierre Amée
- Infolio, Gollion, 2008
Le Butor étoilé ist ein poetisches und metaphysisches Umherirren. Sein Autor, der Dichter und Bildhauer Jacques-Pierre Amée (1953), zeichnet hier seinen ersten Roman. Diese subtile Erzählung dreht sich ganz um ein obsessives Zentrum: an jenem Tag in Mai, vor zwanzig Jahren, machten sich Zach, seine Freundin Mina und «die Kleine» auf die Suche nach der Rohrdommel (Botarus stellaris). Man sagt, man könne ihren Schrei, der an ein Muhen erinnert, kurz vor dem Einnachten in der Nähe von sumpfigen Gebieten hören. Aus dem Blickwinkel von Zach erscheinen Berg, Himmel, Dorf, Mensch und Tier in ihrem ganzen Geheimnis. Die Naivität des Kindes ist philosophisch. Am Ende skizziert Le Butor étoilé eine Poetik der Zerbrechlichkeit, getragen von einer Schreibweise mit absolut neuartigen Bildern.