Lauter nette Menschen

Von: Angelika Waldis

Der Roman begleitet die Familie Dreher mit ihren beiden halbwüchsigen Söhnen durch ein angeblich ganz gewöhnliches Jahr hindurch. Trotzdem passiert Aufregendes: Die Familie nimmt einen Flüchtling auf, und sie findet in der Garage einen halbtoten Mann. Nicht nur diese Vorkommnisse machen den Alltagsbericht zum Roman. Es ist auch die Tatsache, dass man reihum in die Köpfe der Familienmitglieder blicken und das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven erleben kann. Welche Zumutungen Familienleben für die Betroffenen bedeuten kann, wird nicht verheimlicht. Doch die Familie hält den Anfechtungen stand, und es triumphieren Ironie und Sprachwitz, die besonderen Kennzeichnen von Angelika Waldis’ sympathischer Erzählkunst. Zu schön, um wahr zu sein? (dm)

Die Drehers sind eine ganz normale Familie: zwei Kinder, ein Haus, eine Katze. Man isst gemeinsam, man redet miteinander. Doch das neue Jahr bringt Veränderungen mit sich. Als Tarek, ein junger Flüchtling und Inges neuestes Projekt, im Keller einzieht, sucht Heiner murrend Zuflucht in der Gartenlaube, wo er dichtet und böse Briefe schreibt. Die beiden halbwüchsigen Söhne Nick und Josch rebellieren auf ihre Weise und entdecken die Lust am Verbotenen. Am Ende dieses ganz gewöhnlichen Jahres ist bei den Drehers nichts mehr beim Alten, die Katze einmal ausgenommen. (Buchpräsentation Goldmann Verlag)

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