La Mer des Ténèbres
Von: Elisabeth Horem
- Bernard Campiche, Orbe, 2015
Elisabeth Horem verwebt drei Lebensgeschichten miteinander. Tiefgründige Anklänge und Interferenzen zwischen ihnen verbinden und irritieren zugleich. Ein junger Schweizer begibt sich im 18. Jahrhundert auf eine Reise, wissbegierig und verträumt. Nach langen, beschwerlichen und gefährlichen Irrungen lässt er sich ein einem fernen Land unter falschem Namen nieder. Zwei englische Halbwaisen werden nach Australien geschickt, um den Kontinent zu kolonialisieren, und reagieren unterschiedlich auf diesen Bruch in ihrem Leben. Zuletzt unternimmt eine Frau in der heuteigen Zeit eine (vorerst) besinnliche Seefahrt auf einem Containerschiff. Aus Bruchstücken, die sich auf meisterhafte Weise ineinander spiegeln, wird so ein Roman. Mit seltener Kraft hinterfragt er unsere Sehnsucht nach dem Anderswo, nach Eroberung, und zeigt dessen widersprüchliche und brutale Konsequenzen. (fd, Übers. rg)