La Lyre du jour

Von: Claude Tabarini

Die Gedichtbände von Thérèse Houyoux, Claude Tabarini et Gilles F. Jobin verbindet ein schlichter, präziser Stil.
Die Erfahrung einer schweren Krankheit bis hin zum Tod bestimmt La petite moureuse («Die kleine Sterberin») von Thérèse Houyoux – ein selten ehrliches Buch, zwischen Tagebuchnotizen und poetischen Fragmenten von frappierender Einfachheit.
Claude Tabarini stellt wie schon oft in La Lyre du jour («Die Lyra des Tages») feinfühlige Momentaufnahmen vor, kleine symbolische Landschaften, nur gerade hingetupft, mit starker Aussagekraft. Haikus, kurze, dichte Texte, bescheidene und zugleich überhöhte Alltagsmomente zeichnen sich ab, fröhlich und wehmütig.
Düsterere Texte enthält Jouer dans le noir («Im Dunkeln spielen») von Gilles F. Jobin, geprägt von einer zurückhaltenden Verzweiflung. Der Dichter erzählt zarte Geschichten von etwas verlorenen, ungeschickten Wesen. Die Erzählung verdichtet sich zu poetischer Prosa, nüchtern, wirksam und berührend.
Nichts ist in diesen drei Bände überflüssig, nichts stört, nirgends. Und paradoxerweise durchzieht sie untergründig eine innige Liebe zum Leben. Ein festes Vertrauen in die Wörter lässt den drei Dichtern, was auch immer passieren mag, die Stimme nicht versagen. (fd, Übers. rg)

La Lyre du jour