La forza prigioniera
Von: Anna Ruchat
- Passigli, Firenze, 2021
Anna Ruchat nimmt in ihrem fünften Gedichtband La forza prigioniera zwei Motive auf, die typisch sind für ihr Schaffen: einerseits Geschichten aus der Familie und dem Zuhause, die oft von Schwierigkeiten und Schwermut geprägt sind, andrerseits ein ununterbrochenes Zwiegespräch mit den Toten und mit dem Tod. Die Vorstellungwelt des Buchs steht von Anfang an unter dem Zeichen Celans, mit dem Leitmotiv des Trauerns und den häufigen Bildern der Nacht oder des Steins. Die Gedichtzeilen sind von Leerräumen durchzogen und stufenförmig gebrochen. In bald tragischem, bald elegischem Ton erkundet Anna Ruchat die komplexe Dialektik zwischen «Gold und Vergessen», Erinnerung und Verschwinden, Sagbarem und Unsagbarem. (lc Übers. rg)