La Femme provisoire
Von: Anne Brécart
- Zoé, Carouge-Genève, 2015
Die Bücher der Genferin Anna Brécart kreisen um das Thema der Abwesenheit und der Vergangenheit – dazu gesellt sich in ihrem fünften Roman, La Femme provisoire, («Die provisorische Frau» A.d.Ü.) das Thema der Leihgabe. Die junge Ich-Erzählerin, nach einer Abtreibung mit einem Gefühl der Leere konfrontiert, taucht ein in die gedämpfte Atmosphäre Ostberlins in den achtziger Jahren. Sie schlüpft in die Haut und in die Wörter der anderen und kümmert sich für einige Monate um einen Säugling, den sie als Ersatzmutter betreut. In sorgfältigem Umgang mit der Sprache schafft die Autorin einmal mehr eine Prosa, in der eine weibliche Welt ersteht, höchst sensibel und differenziert. (ej, Übers. rg)