La Distance de fuite
Von: Catherine Safonoff
- Zoé, Carouge-Genève, 2016
In ihrem neuen Roman bleibt die Genfer Autorin Catherine Safonoff dem autobiografischen Schreiben treu und kommt auf verschiedene Episoden zurück, die sie in früheren Büchern erzählte. Formal nimmt sie den Faden von Le Mineur et le canari (Der Bergmann und der Kanarienvogel) wieder auf, und setzt so ihr berührendes Werk fort. Wieder folgen wir der Erzählerin, die im Rhythmus der Pflanzen in ihrem Garten lebt, in einen schlichten Alltag aus Besuchen, Schreiben, Lesen. Manchmal treten unerwartete Ereignisse ein, auf die sie sofort mit überraschenden Verteidigungsstrategien reagiert. Die Privatsphäre ist ständig Aggressionen von aussen ausgesetzt, die es auf Distanz zu halten gilt – eben jene «Fluchtdistanz», jener Rückzugsraum, den scheue Tiere für sich beanspruchen und der bei Safonoff für die Lebens- und Schaffensform der Schriftstellerin steht. (ej, Übers. rg)