Kalmann

Von: Joachim B. Schmidt

Schmidts Roman, sein erster, der bei Diogenes herausgekommen ist, spielt in einem kleinen Dorf im Norden Islands und beginnt damit, dass Kalmann, als er auf Polarfuchsjagd ist, eine Blutlache findet. Diese Ausgangslage böte Stoff für einen nordischen Krimi, doch der Fokus verschiebt sich bald auf Kalmann, einen 33-jährigen, leicht geistig behinderten und übergewichtigen jungen Mann, der sich als Haifischjäger und selbsternannter Sheriff durchs Leben schlägt und seinen Platz in der Dorfgemeinschaft sucht. In einer spannenden und intelligenten Geschichte nutzt Schmidt die Perspektive des naiven Aussenseiters geschickt, um mit Witz und trockenem Humor die Probleme des ländlichen Islands und der heutigen Welt zu spiegeln. (vb)

Er ist der selbsternannte Sheriff von Raufarhöfn. Er hat alles im Griff. Kein Grund zur Sorge. Tag für Tag wandert er über die weiten Ebene um das beinahe ausgestorbene Dorf, jagt Polarfüchse und legt Haiköder im Meer aus, um den Fang zu Gammelhai zu verarbeiten. Doch in Kalmanns Kopf laufen die Räder manchmal rückwärts. Als er eines Winters eine Blutlache im Schnee entdeckt, überrollen ihn die Ereignisse. Mit seiner naiven Weisheit und dem Mut des reinen Herzens wendet er alles zum Guten. Kein Grund zur Sorge. (Buchpräsentation Diogenes Verlag)

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