Journal de l'oubli
Von: Silvia Härri
- Bernard Campiche, Orbe, 2020
Ohne Wissen ihrer Grossmutter, der Schriftstellerin Ludmilla, liest Gaëlle deren Tagebuch und merkt dabei, dass die alte Frau krank ist. Sie verliert das Gedächtnis und mit den Wörtern verliert sie auch einen Teil ihrer selbst. Gaëlle nimmt sie mit auf eine letzte Reise in der Hoffnung, dass die Grossmutter dabei ihre Erinnerungen wiederfinde. Silvia Härris eigenartiger Versuch, den Gedächtnisverlust durch das Verfassen eines Tagesbuchs zu thematisieren, vermag nicht immer zu überzeugen, aber zu faszinieren. Zudem befasst sich die Autorin auf sensible Weise mit Fragen des Alters und spricht behutsam von der brutalen Erfahrung des Vergessens. (lt Übers. rg)