Ist hier das Jenseits, fragt Schwein

Von: Noemi Somalvico

In ihrem unbekümmerten Debüt erzählt Noemi Somalvico mit viel Situationskomik vom tanzfreudigen Schwein, dem findigen Dachs und dem melancholischen Reh, die sich mit allzu menschlichen Problemen herumschlagen. Dank dem von Dachs erfundenen »Wechselapparat« können Dachs und Schwein Gott in seiner Lichtung besuchen. Da sitzt Gott, schaut mit einer Fernbrille auf die Erde und fragt sich, ob er das wirklich alles erfunden hat. Als ein Fisch sich in seinen Flur verkeilt und dort stirbt, beginnt eine abenteuerliche Reise ins Jenseits, das auch Gott unbekannt ist. Noemi Somalvicos märchenhafte Metaphysik bleibt stets geerdet, fabulierfreudig und heiter. (bm)

Seit ein paar Wochen ist Schwein allein. Trübe blickt es aus dem Fenster. Irgendwo hinter diesem Himmel wird noch ein Himmel sein und dahinter noch einer. Gut, dass Dachs einen Apparat erfunden hat, mit dem sich in Gottes Wohnung wechseln lässt. Dort sitzen sie dann, mit dem Schöpfer am Küchentisch und zitternd nimmt etwas seinen Anfang. *Ist hier das Jenseits, fragt Schwein* erzählt vom Glück Verbündete zu finden. Von Fernweh und der Sehnsucht nach dem Bekannten. Vom Diesseits, vom Jenseits und den wunderlichen Weiten dazwischen. (Voland & Quist)

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