Irrland

Von: Margrit Sprecher

Margrit Sprecher bleibt als Reporterin auch im neusten Band, der Reportagen von 2002 bis 2020 versammelt, in charakteristischer Weise verborgen: Sie lässt mit wenigen Strichen Situationen ganz gegenwärtig werden, sie beleuchtet geschminkte Gesichter, ohne sie zu durchleuchten, sie lässt Prominenz zu Wort kommen, ohne sie zu kommentieren. Indem sie sich unsichtbar macht, macht sie gesellschaftliche Widersprüche sichtbar. So schlägt Subjektivität in Objektivität um, wird die journalistische Effizienz zur literarischen Qualität. (pu)

Margrit Sprechers Reportagen zeichnen ein eindringliches Bild unserer heutigen Gesellschaft und halten für die Leserinnen und Leser überraschende An- und Einsichten der unterschiedlichsten Art bereit. Ihre Arbeit führt Margrit Sprecher um die ganze Welt: Sie reist von den Todestrakten Amerikas in das Gefängnis namens Gaza, von einem Luzerner Betagtenheim ins Muotathal und danach in die Weiße Arena. Ihre Reportagen erzählen von den mehr als einer halben Million Kühen, die für Theo Müller gemolken werden, und von der verkauften Zukunft eines Trendforschers. Und wie Irland in nur zwanzig Jahren reich und wieder arm wurde. (Buchpräsentation Dörlemann Verlag)

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