Irrland
Von: Margrit Sprecher
- Dörlemann, Zürich, 2020
Margrit Sprecher bleibt als Reporterin auch im neusten Band, der Reportagen von 2002 bis 2020 versammelt, in charakteristischer Weise verborgen: Sie lässt mit wenigen Strichen Situationen ganz gegenwärtig werden, sie beleuchtet geschminkte Gesichter, ohne sie zu durchleuchten, sie lässt Prominenz zu Wort kommen, ohne sie zu kommentieren. Indem sie sich unsichtbar macht, macht sie gesellschaftliche Widersprüche sichtbar. So schlägt Subjektivität in Objektivität um, wird die journalistische Effizienz zur literarischen Qualität. (pu)