irgendwann vielleicht
Von: Li Mollet
- taberna kritika, Bern, 2015
«Was soll jemand tun, wenn das Darüberhinaus seiner Anstrengung keinen Widerhall erzeugt, wenn er abseits steht, wenn ihn bloss sein Echo findet […], zum Beispiel hier in diesem Buch?» Was muss jemand getan haben, damit ihm dieses Abseits zustösst? Für gewöhnlich folgt diegetisches Sprechen der Figur der Metonymie, lyrisches derjenigen der Metapher. Li Mollets Erzählen siedelt sich im Zwischen-, im Echoraum beider Sprechweisen an. Seine Leserinnen und Leser hören vorstellend, wahrnehmend, imaginierend das metaphorisierende andere Wort stets mit, wenn sie sich Satz für Satz, Wort für Wort durch den Text bewegen. (wmf)